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	<title>fliegenfischen.ch &#187; Fliegenschnur</title>
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	<description>Hans-Ruedi Hebeisen</description>
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		<title>Die Eigendynamik und der Einfluss des Drehimpules</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2017 13:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fliegenfischerschule]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegenrute]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet Wurftechnik mit Tobias Hinzmann, einem  Schüler aus der nächsten Generation, war und ist heute noch äusserst  fruchtbar. Nicht nur, weil Tobias sicher wurftechnisch zu den Cracks der  Szene gehört, sondern vor allem auch, weil wer, als studierter  Bauingenieur gewisse technische Abläufe präziser formulieren kann. Das  hat sich besonders bei den Dreharbeiten zum Film <a href="http://hebeisen.ch/itemcard.php?itemno=33333&amp;">„Perfektes Fliegenwerfen“</a>,  also besonders wichtig herausgestellt. Es ist der massgebende Film der  Fliegenwurf-Szene, übrigens in Deutsch und in Englisch auf dem Markt.</p>
<p>Als professioneller Fliegenwerfer, übrigens seit 50 Jahren, spürt man  logisch beim Ablauf eines Fliegenwurfes, was da so abläuft. Allein, was  und wie es zu formulieren ist, ist nicht so einfach. Das erlebte ich zum  ersten Mal anfangs der 90erJahre des letzten Jahrhunderts, als ich das  Buch <a href="http://hebeisen.ch/itemcard.php?itemno=35852">„Faszination Fliegenfischen“</a> schrieb und auch beim Drehen des 9. und vorletzten Schulfilmes <a href="http://hebeisen.ch/itemcard.php?itemno=23190">„Faszination Fliegenwerfen“</a>.</p>
<p>Dieser Schulfilm wäre nicht perfekt geworden ohne eben halt die  perfekten Formulierungen in Sachen technischer Ablauf aller gezeigten  Fliegenwürfe.</p>
<p>Wie Tobias in seinem neuesten Aufsatz schreibt; die Eigendynamik hat  mich seit vielen Jahren fasziniert, weil sie meines Erachtens der  zentrale Punkt des kraftminimierten Fliegenwerfens ist. Sie könnte aber,  beim Fliegenwerfen nicht funktionieren, ohne, dass das Gerät, sprich  die Fliegenrute, einen Beitrag zum mehr oder weniger guten Gelingen  eines Fliegenwurfes beiträgt. Ich habe das vor allem auch in meinem <a rel="prettyPhoto" href="http://hebeisen.ch/pdf_flash/Compendium_2014_New/index.html?iframe=true&amp;width=1220&amp;height=800">„Compendium 2“</a> mit dem Artikel „Die Biegung der Fliegenrute“ zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Tobias Hinzmann hat mit seinem Werk <a href="http://hebeisen.ch/HRH-Perfektes-Fliegenwerfen.html?pid=3-11-123-389">„Experimentelle Untersuchungen  zur Biegung der Fliegenrute“</a> die These ausführlich und unwiderlegbar bewiesen.</p>
<p>Liebe Leser dieser Webseite, studieren Sie die Zeilen der Gastkolumne  genau. Lesen Sie auch das Werk von Tobias über die experimentellen  Untersuchungen von ihm und vor allem: Sehen Sie sich den Schulfilm  „Perfektes Fliegenwerfen“, wieder und wieder an; darin sind alle  wichtigen Grundlagen für einen perfekten Fliegenwurf leicht verständlich  dargestellt.</p>
<p>H.R. Hebeisen</p>
<div>
<h2><strong>Die Eigendynamik und der Einfluss des Drehimpules</strong></h2>
</div>
<p><strong>Gastbeitrag von Tobias Hinzmann</strong></p>
<p>Als Hans- Ruedi Hebeisen mit mir zusammen im Jahre 2009 den Lehrfilm <a href="http://hebeisen.ch/itemcard.php?itemno=33333&amp;">„Perfektes Fliegenwerfen“</a> drehte, wollte er unbedingt ein Kapitel aufnehmen, welches er  „Eigendynamik“ nannte. Er war davon überzeugt, dass dies ein neues  Element des Fliegenwurfes war, von dem bisher nichts geschrieben stand.</p>
<p>Die Szenen zum Kapitel „Eigendynamik“ waren relativ schnell abgedreht –  die Beschreibung dieses Kapitels hingegen dauerte umso länger. Es  stellte sich als grosse Herausforderung heraus, die Wirkungsweise der  „Eigendynamik“ verständlich zu beschreiben.  Ich weiss noch, wie ich mir  eine Nacht um die Ohren schlug, um einen Text zu finden und mit Hans-  Ruedi abzustimmen, der uns am besten gefiel.</p>
<p>Wird der Begriff „Eigendynamik“  in seine beiden Wörter „Eigen“ und  „Dynamik“ zerlegt, zeigt sich eine gute und genauere Umschreibung:  „Eigen“ steht dafür, dass unsere Fliegenruten etwas von sich aus zum  Wurf beitragen können. Und „Dynamik“ steht dafür, dass dieser Beitrag  der Fliegenruten aus ihrer Bewegung heraus entsteht.</p>
<p>Anstelle von Eigendynamik kann auch formuliert werden, dass „die  Fliegenrute einen Beitrag zum Wurf leisten kann, wenn sie richtig in  Bewegung versetzt wird“.</p>
<p>Seit meiner Arbeit <a href="http://hebeisen.ch/HRH-Perfektes-Fliegenwerfen.html?pid=3-11-123-389">„Experimentelle Untersuchungen zur Biegung der Fliegenrute“</a> ist auch klar geworden, dass der im Kapitel F1 dargestellte Einfluss  des Drehimpulses als Energieerhaltungsgrösse die physikalische  Umschreibung der Eigendynamik ist. Die vom Werfer in den Griff  eingetragene Rotationsenergie wird deutlich besser in die Spitze  übertragen („Beitrag der Fliegenrute“), wenn der Drehimpuls als  kinetische Energie („Bewegung“) über den Verlauf der Biegung umverteilt  wird. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz,  also dem  Verhältnis aus der Geschwindigkeit der Rutenspitze und Arbeit des  Werfers (Verhältnis der genutzten zur aufgewendeten Energie „output /  input“).</p>
<p>Hans- Ruedi hat schon immer die Meinung vertreten, dass die Fliegenrute  einen Beitrag zum Fliegenwurf leisten kann. „Arbeite nicht selbst,  sondern lasse die Fliegenrute arbeiten“ ist einmal mehr auch in den  Lehrfilm „Perfektes Fliegenwerfen“ eingeflossen. Natürlich kann die  Fliegenrute dem Werfer nicht alle Arbeit abnehmen - doch wird sie  richtig eingesetzt, sprich richtig gebogen, dann kann sie dem  Werfer  Arbeit ersparen, die er bei einer unbiegsamen oder „schlecht“ gebogenen  Fliegenrute zusätzlich aufbringen müsste.  Im Sinne einer besseren  Energieübertragung kann die flexible Fliegenrute arbeiten. Dies wird  u.a. in Kapitel F1 meiner Arbeit belegt.</p>
<p>Mit der Eigendynamik wurde bereits 2009 formuliert, was ich in meiner  Arbeit seit Mitte 2014 physikalisch beschrieben habe. Insbesondere mit  dem Kapitel zur Eigendynamik war der Film<a href="http://hebeisen.ch/itemcard.php?itemno=33333&amp;"> „Perfektes Fliegenwerfen“</a> seiner Zeit voraus.</p>
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